Der Kauffmann

Posted by on Mai 31, 2012 in Bands | No Comments

Der Kauffmann. Er spielt Gitarre und singt. Über die Liebe. Zum Trinken.

Er fällt mit torkelnder Leichtigkeit in die große Schublade der deutschen Liedermacher und beleuchtet in seinen Texten die Nischenkultur der gescheiterten Existenzen rund um den Tresen der hinterletzten Kaschemmen, wofür Krefeld einen durchaus fruchtbaren Nährboden bietet. Nicht umsonst gibt es den Song „Krefeld City Desperado“, welcher knapp den Sampler wegen Überlänge verpasste, den wir aber so, so gern dabeigehabt hätten. Den berüchtigten erhobenen Zeigefinger sucht man bei Kauffmann allerdings vergeblich, denn es geht ihm nicht um das Vorführen der Randgesellschaft wie bei RTL. Vielmehr macht er klar, dass jeder von uns ein Teil von dieser Gesellschaft ist, solange wir nur trinken und, pardon, uns besaufen. So ist dem Fröhnen der de facto schönsten Nebensache der Welt sogar ein ganzes Album mit 14 Tracks gewidmet. Wir sind „scheißeblau“! Und das ist gut so.

Der übrigens von Götz Widmann („Joint Venture“) produzierte und auch in dessen Online-Shop vertriebene Langspieler namens „Trinkerliebe“ gibt eine Bier-Hymne nach der anderen, mit wohlklingenden Titeln wie „Freihändig urinieren“, „Jeden Tag Saufen“ oder „Sternenklar und sternhagelvoll“ zum Besten. Ganz nebenbei besitzt Herr Kauffmann auch noch eine Quelle für ganz ausgezeichnete und schwindelerregenden Gitarren-Picking-Skills, die auch bei erweitertem Bierkonsum nicht versiegen will.

Eigentlich ist der Kauffmann DER Geheimtipp schlechthin, darum findet man ihn auch nur schwerlich im Netz.
Außer hier natürlich.

Und hier: Der Kauffmann – Youtube Kanal